Das Gesamtwerk als künstlerisches Projekt
Beschreibung:
Oft gilt die Moderne als Epoche, in der nicht mehr das einzigartige meisterhafte Kunstwerk im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, sondern die Selbstproduktion der Künstler: von körperbasierten Performances bis hin zur zunehmenden Bedeutung künstlerischer Selbstinszenierung. Im Schatten dieser Auflösung des Werkbegriffs hat indes ein anderes Phänomen seinen Aufstieg erlebt: das *uvre als imaginierte und vorweggenommene Summe aller Werke.
Inzwischen kreist ein wesentlicher Teil des zeitgenössischen Kunstmarkts um die Vorstellung eines Lebenswerks: Retrospektiven sind Publikumsmagneten, der Nachlasshandel ist zum lukrativen Geschäft für Galerien geworden, und die Künstler selbst produzieren mit Blick aufs - oft erst posthum zu erfassende - Ganze.
In ihrem glänzenden Essay erzählt Barbara Wittmann, wie es zu dieser Karriere des Gesamtwerks kam: von einem gezeichneten Gemäldeverzeichnis im 17. Jahrhundert über erste Personalmuseen und die Entstehung des Urheberrechts hin zur Frühgeschichte der Retrospektive bei William Blake, Gustave Courbet und anderen.
Über die Urheberinnen:
Barbara Wittmann, 1971 in Wien geboren, ist seit 2018 Professorin für Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft und Kunsttheorie an der Universität der Künste in Berlin. Sie habilitierte sich 2014 an der Bauhaus-Universität Weimar mit einer Arbeit zur Kultur- und Wissensgeschichte der Kinderzeichnung. 2013 erhielt sie den Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung.
Produktdetails:
- Autor:in: Barbara Wittmann
- Erscheinungsdatum: 17.09.2026
- Sprache: Deutsch
- Seitenumfang: 208 Seiten
- ISBN: 9783803152022
GPSR Kontakt:
Verlagskontakt: Verlag Klaus Wagenbach GmbH | Emser Str. 40/41 10719 Berlin | DE | E-Mail: mail@wagenbach.de