Eine perfekte Fassade
Tom, ein angeblich erfolgreicher Wirtschaftscoach, Nelly, seine Frau, die gern Hausfrau und Mutter ist und daneben den Videoblog „Happy wife, happy life“ betreibt, sowie die beiden Töchter Cleo (18) und Emma (12): eine gutsituierte Familie, in der alle zufrieden zu sein scheinen, vor allem Nelly.
Doch als Tom nach einem Unfall nicht mehr sprechen kann und in eine Rehaklinik muss, bricht die heile Welt zusammen. Nelly erfährt die bittere Wahrheit: Tom und damit die ganze Familie sind pleite.
Das Kartenhaus fällt zusammen
Langsam erkennt Nelly, in welcher Scheinwelt die Familie gelebt hat. Das Haus, von dem sie angenommen hatte, dass es Tom gehört, ist nur gemietet. Und sie kann sich die Miete nicht leisten. Lebensmittel werden nun beim Diskonter statt im Feinkost- oder Bioladen gekauft. Nach und nach wird ihr auch klar, warum: Tom ist spielsüchtig.
Nelly muss alles verkaufen, Möbel, Geschirr und Autos, um das Überleben der Familie zu sichern. Gleichzeitig werden sie und ihre Kinder immer stärker von ihren ehemaligen Freund:innen und den Mitschüler:innen an der teuren Privatschule ausgegrenzt. Sie gehören nicht mehr zu diesem Zirkel.
Neue Wege finden
Schließlich landet Nelly mit ihren beiden Töchtern in einer Sozialwohnung. Um Geld zu verdienen, beginnt sie als Putzfrau zu arbeiten, ausgerechnet in den Häusern der Wohlhabenden, zu deren Kreis sie einst selbst gehörte.
So kämpfen sich Nelly, Tom, Cleo und Emma Schritt für Schritt in ein neues Leben und lernen dabei ihre eigenen Stärken und Bedürfnisse kennen.
Amelie Fried nimmt ihre Leser:innen mit auf eine ebenso humorvolle wie berührende Reise durch das Leben der Familie Andernach. Geprägt von Schicksalsschlägen, eröffnet die Geschichte zugleich neue Perspektiven und zeigt, wie viel möglich ist, wenn man gezwungen ist, neue Wege zu gehen.
Amelie Fried wurde 1958 in Ulm geboren. Sie hat bereits zahlreiche Bücher geschrieben und ist auch als TV-Moderatorin tätig.